Schreibberatung & Schreibdidaktik
Schreibberatung &         Schreibdidaktik

Weiterbildungen und Seminare in der Hochschuldidaktik

Mich inspiriert es, Menschen und ihre Entwicklung zu begleiten, zu fördern und mit ihnen zusammen zu arbeiten, denn so entsteht Neues, kreatives Potential wird sichtbar und lebendig. Sehr gerne begleite ich Menschen – seien es Lehrende hinsichtlich ihrer Lehrpraxis, Tutor*innen zu Rolle und Aufgaben oder Studierende auf ihrem Weg zur Professionalisierung.  Ich fördere eine Atmosphäre, in der Menschen mit Wertschätzung, Achtung und Neugier miteinander umgehen. Mit meinem Gespür für die Situation gebe ich Menschen Raum, bei sich zu sein und sich auf tiefgründige Prozesse einzulassen. Veranstaltungen moderiere ich ruhig und strukturiert und gestalte Lernsituationen interaktiv, teilnehmer- und handlungsorientiert. Dabei reagiere ich situativ auf die Bedürfnisse der einzelnen, achte auf die Gruppe und passe den Ablauf oder die Inhalte spontan an.

 

Themen der Weiterbildungen:

Schreiben in der Lehre

Ziel dieser Fortbildung ist es, das Potential von Schreiben für das fachliche Lernen kennen zu lernen und auszuprobieren. Ausgangspunkt ist die Reflexion des eigenen Vorgehens beim Schreiben – als Lehrende oder im Berufsalltag. Die Teilnehmenden lernen Methoden und Ansätze kennen, um ihren Schreibprozess weiterzuentwickeln und zu verbessern. Davon ausgehend denken sie weiter darüber nach, wie Studierende einer Lehrveranstaltung das fachliche Lernziel erreichen können, und sie identifizieren Grenzen, an die sie als Lehrende dabei ggf. stoßen. Gemeinsam ermitteln wir, inwiefern Schreiben als Denk- und Lernwerkzeug ein Mittel sein könnte, die fachlichen Inhalte vertiefend zu vermitteln. Die Teilnehmenden lernen Methoden kennen und erhalten Anregungen dafür, wie sie Studierende unterstützen können, sich durch Schreiben fachliche Inhalte anzueignen.

Zentrales Mittel für beide Anliegen sind Schreibaufträge. Die Teilnehmenden entwickeln in der Veranstaltung eigene Schreibaufträge, die sich an grundlegenden Kompetenzen in ihrem Fach orientieren und den Studierenden Gelegenheit zum Üben und Vertiefen von fachlichen Inhalten ermöglichen. Sie arbeiten an Konzepten für ihre eigene Lehrveranstaltung und erhalten Werkzeuge, die sie auch für ihr eigenes Schreiben einsetzen können.

Zielgruppe dieses Workshops sind Lehrende, die sich Anregungen und Werkzeuge wünschen, die sie direkt in ihrer Lehrveranstaltung anwenden können. Am meisten profitieren Lehrende von diesem Workshop, wenn sie bereit sind, am Konzept ihrer Lehrveranstaltung zu arbeiten und mit Elementen der Schreibdidaktik zu experimentieren, sie anzupassen und zu integrieren.

 

 

„Darf ich Sie kurz mal was fragen?“ – Gespräche mit Studierenden zielorientiert führen

Zum Lehr-Lern-Alltag gehören Gespräche mit Studierenden dazu. Sie entstehen oft spontan und ungeplant „zwischen Tür und Angel“ oder in der Sprechstunde. In diesem Workshop greifen die Teilnehmenden Situationen aus ihrem Lehrkontext sowie Gespräche mit Studierenden zu Studieninhalten auf und lernen passende Ansätze der Gesprächsführung kennen. Anhand von Grundlagen der Kommunikation und Beratung analysieren sie Gespräche und erhalten Anregungen für ihre Praxis. Sie lernen Möglichkeiten kennen, wie sie Gespräche strukturieren, die Kommunikation mit Studierenden verbessern und für Klarheit und Transparenz sorgen können. Gearbeitet wird in diesem Workshop mit Trainingseinheiten, Fallarbeit und Feedback. Die Bereitschaft zum kollegialen Austausch über alltägliche Situationen und zum Erproben von Gesprächssituationen sollten die Teilnehmenden mitbringen.

 

Teilnehmerstimmen:

Frau Dr. Henkel ist es in Ihrer Fortbildung sehr gut gelungen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf unterhaltsame und interessante Art zu sensibilisieren und zu aktivieren. Hierbei bringt Sie Ihr ganzes fachliches und didaktisches Geschick in hervorragende Feedbackstrukturen ein, so dass die Fortbildung für den Einzelnen einen hohen individuellen Nutzen mit sich bringt.

Prof. Dr. Frank Bätge, Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung NRW

 

Das Seminar "Darf ich Sie kurz mal was fragen? Gespräche mit Studierenden zielorientiert führen" hat mich persönlich weitergebracht. Die theoretischen Inhalte waren sehr praxisnah dargestellt und wurden in vielen Rollenspielen vertieft. Frau Dr. Henkel war mit ihrer offenen und zielorientierten Moderation maßgeblich für das gute Gelingen der Fortbildung verantwortlich.  

Ron-Roger Breuer, Teilnehmer der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung NRW

 

Weiterbildung: Peer-Schreibtutor*innen ausbilden

Teil 2: Feedback und Textarbeit vermitteln

Ein wesentlicher Bestandteil der Peer-Schreibberatung sind Texte und Gliederungsentwürfe in unterschiedlichen Ausarbeitungsgraden. Darauf Feedback zu geben und innerhalb der Beratung konstruktiv zur Aus- und Überarbeitung anzuregen, ist dementsprechend eine der Kerntätigkeiten von Tutor*innen. Um sie dazu zu befähigen, gilt es einerseits, sie mit einer angemessenen Beschreibungssprache vertraut zu machen sowie sie für Konventionen, aber auch die Unterschiedlichkeit von Anforderungen zu sensibilisieren. Andererseits sollten sie innerhalb ihrer Ausbildung vielfältige Gelegenheiten haben, um Gesprächstechniken einzuüben, mit denen sie ihre Rückmeldung konkret, umsetzbar, wertschätzend etc. formulieren können.

Grundlage für die beschriebene Rückmeldekultur ist eine didaktische Haltung, die die Subjektivität der Leser*innenperspektive als Ressource nutzt. Und es verlangt den Peer-Tutor*innen einen reflektierten Umgang damit ab, dass sie als selbst das akademische Schreiben Lernende zwangsläufig (noch) keine Meta-Perspektive auf Konventionen, ein noch nicht voll entwickeltes genrespezifisches Ausdrucksre-pertoire und – für die Beratung vor allem schwierig – Fehlannahmen über Konventionen, Textfunktionen und Strukturen haben.

Im Rahmen dieses Workshops beleuchten wir diese Thematik, indem wir die zentralen Prinzipien wirksamen Feedbacks vorstellen, gemeinsam Übungen zur Textanalyse erproben, die so auch in der Ausbildung von Tutor*innen eingesetzt werden können, und vielfältige Feedbackmethoden auf ihren Nutzen in der Peer-Beratung hin erproben und reflektieren. Darüber hinaus besteht Freiraum zur gemeinsamen Vertiefung individueller Fragen und zum kollegialen Austausch über aktuelle Ausbildungsfragen und eigene Konzepte.

Methoden:

Die Fortbildung ist grundlegend handlungsorientiert. Auf der Basis kurzer Inputs steht die Erprobung und Auswertung der behandelten Inhalte und Methoden im Vordergrund vor allem in Form von Simulationen und Rollenspielen, die auf die eigene Ausbildung übertragen werden können Eine teilnehmerorientierte Reflexion des Transfers in die eigene Praxis ist bei der Bearbeitung inhärent.

Zielgruppe:

Mitarbeiter*innen an Universitäten oder Hochschulen, die Peer-Schreibtutor*innen ausbilden oder ausbilden werden

Leiterinnen: Dr. Christiane Henkel und Dr. Anika Limburg, Schreibzentrum Ruhr-Universität Bochum

 

Die Weiterbildung wurde veranstaltet von der Gesellschaft für Schreibdidaktik und Schreibforschung.

Das sagen Teilnehmende der ersten Weiterbildung (März 2017):

 

"Das war sicher die beste Weiterbildung, an der ich je teilgenommen
habe. Ja, die Leiterin beherrscht didaktische Tools so schlafwandlerisch, dass sie diese auch spontan an Teilnehmendeninteressen kreativ anpassen kann. Viel wichtiger war für mich aber ihre Haltung des Zutrauens und der Wertschätzung gegenüber den Teilnehmenden. Erst diese erlaubte es der Gruppe, sich gegenseitig als professionelle Peers ernstzunehmen, einander zu vertrauen und auf diese Weise voneinander zu lernen."

(Mitarbeiterin eines Schreibzentrums einer Hochschule)

 

"Die Fortbildung hat mir geholfen, meinem Ausbildungskonzept den letzten Schliff zu geben. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil."
(Dr. Florian Durst, Schreibzentrum der Goethe-Universität Frankfurt/M.)

 

Peer-Schreibtutor*innen ausbilden?

Sie suchen Beratung bei der Konzeption eines Angebotes für studentische Schreibberater*innen an Ihrer Universität oder Hochschule? Oder wünschen sich eine grundlegende oder vertiefende Schulung für Ihre Schreibtutor*innen in Peer-Beratung oder Textfeedback?

Sehr gerne mache ich mich mit Ihnen auf den Weg, bedenke mit Ihnen die örtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen und setze bei Ihren Fragen und Voraussetzungen an. Dabei bringe ich meine Expertise durch meine langjährige Erfahrung beim Aufbau und in der Leitung der studentischen Schreibberatung im Schreiblabor an der Universität Bielefeld ein.

Nehmen Sie einfach Kontakt mit mir auf.

 

Referenzen:

Universität Vechta

Universität Osnabrück

Hochschule Karlsruhe

Hochschule Fulda

Technische Universität Dresden

Gesellschaft für Schreibdidaktik und Schreibforschung e.V.

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
Workshops und Beratung für wissenschaftliches und biografisches Schreiben